Magic: The Gathering: Wizards dreht professioneller Szene das Wasser ab

Magic: The Gathering ist eines der beliebtesten und erfolgreichsten Sammelkartenspiele der Welt. 2020 war finanziell das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Firma Wizards of the Coast (WotC) überhaupt: Gut 581 Millionen US-Dollar Umsatz konnten generiert werden. Trotzdem hat sich das Unternehmen nun entschieden, die professionelle Magicszene finanziell deutlich weniger zu unterstützen, als dies bislang der Fall war – manche sprechen gar vom Ende der professionellen Spieleszene.

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Was genau ist passiert? Durch die weltweite Coronakrise hatte WotC ursprünglich das erfolgreiche und recht beliebte Turniersystem mit Pro-Turnieren umstellen müssen und dabei auf ein Ligasystem gesetzt, das über die digitale Magicvariante Magic Arena ausgetragen wird. Turniere fanden also nur noch online statt.

Die Lösung war von Anfang an sowohl bei Spieler*innen als auch bei Zuschauer*innen unbeliebt. Die Zuschauerzahlen bei Events waren verhältnismäßig gering, wenn man sie mit den großen Turnieren verglich, die vor Corona stattfanden. Das System aus zwei verschiedenen Liegen (Rivals und Pro League) war außerdem äußerst undurchsichtig und selbst Teilnehmer*innen verstanden nicht immer, wie es funktionierte. Für Profis war es zusätzlich schwierig, sich in der obersten Liga zu halten, während Neueinsteiger*innen der Aufstieg schwer gemacht wurde.

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Es gibt noch zahlreiche weitere Gründe, wieso die Profiliga in Magic so wohl nicht gut funktioniert hat. So oder so, das Unternehmen hat sich jetzt entschieden, die Notbremse zu ziehen und die professionellen Ligen zu beenden. Zwar wird die nächste Saison (2021/22) noch bestritten, danach ist aber Schluss.

Die Ankündigung von WotC liest sich dabei zunächst einmal harmlos. Es ist die Rede davon, dass man wieder vermehrt auf Turniere vor Ort setzen will. Dafür liefert man allerdings keinen konkreten Fahr- oder Zeitplan. In einem Listenpunkt wird dann lapidar angekündigt, die Ligen beenden zu wollen.

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Eigentlich könnte man annehmen, dass sich Spieler*innen darüber freuen sollten, wenn die Ligen doch so unbeliebt waren. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass die Teilnehmer*innen von WotC für ihre Teilnahme bezahlt wurden, also ihren Lebensunterhalt durch das Spielen gestalten konnten. Dies fällt nun komplett weg.

Erst auf Nachfrage von Fans und Spieler*innen wird WotC konkreter: Es ist nicht geplant, dass man durch organisiertes Spiel weiterhin einen regelmäßigen Verdienst erzielen kann:

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Die professionelle Magicszene war zwar nie sonderlich groß, aber über Jahre und Jahrzehnte äußerst beständig und bei Fans durchaus beliebt. Ob nun tatsächlich eine größere Anzahl an Spieler*innen die Magickarten zurück in den Schrank packen werden, ist unklar. Viele von ihnen haben neben der Teilnahme an Ligen und Turnieren noch weitere Einnahmequellen in Form von Streams auf Twitch, Sponsorverträgen und ähnlichem.

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Quelle
Magic.gg
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