Ethik

Meeple Mansion ist nur ein winziger Blog. Trotzdem gibt es einige Dinge, die uns wichtig sind und die wir auch offen kommunizieren möchten. Bei Fragen könnt ihr Euch jederzeit an uns wenden.

Pressekodex

Es gibt in Deutschland einen Pressekodex. Das heißt allerdings nicht gleichzeitig, dass sich jeder daran halten würde. Unser Anspruch ist es allerdings, ihn in allen Punkten zu befolgen. Darin geht es um Wahrhaftigkeit, Beachtung der Menschenwürde, Sorgfalt, Bereitschaft zur Richtigstellung, Einhaltung von Gesetz und Ordnung, Vertraulichkeit, klare Interessentrennung, Trennung von Werbung und Redaktion, Schutz der Persönlichkeit und Ehre, Achtung von Religion, Weltanschauung und Sitte, Jugendschutz, Unschuldsvermutung, und viele weitere sehr wichtige Punkte.

Der Pressekodex ist ein wunderbares Manifest, dass sich durchaus lohnt einmal durchzulesen. Jetzt stellt sich aber immer noch die Frage, was ein Blog mit einer Handvoll Besuchern mit dem Pressekodex möchte. Zum einen finde ich es wichtig, essentielle Grundlagen unserer Demokratie auch im Kleinen einzuhalten, zum anderen finden sich in der deutschen Presselandschaft aber immer wieder Praktiken, die Gang und Gebe sind, aber manchen Abschnitten des Pressekodexes zuwiderlaufen. Deswegen wollen wir an dieser Stelle noch einmal auf zwei Punkte verweisen:

Ziffer 7 – Trennung von Werbung und Redaktion

Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein.

Richtlinie 7.1 – Trennung von redaktionellem Text und Anzeigen
Bezahlte Veröffentlichungen müssen so gestaltet sein, dass sie als Werbung für den Leser erkennbar sind. Die Abgrenzung vom redaktionellen Teil kann durch Kennzeichnung und/oder Gestaltung erfolgen. Im Übrigen gelten die werberechtlichen Regelungen.

Richtlinie 7.2 – Schleichwerbung
Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgeht oder von dritter Seite bezahlt bzw. durch geldwerte Vorteile belohnt wird.

Die Glaubwürdigkeit der Presse als Informationsquelle gebietet besondere Sorgfalt beim Umgang mit PR-Material.

Pressekodex

Besonders Punkt 7.1 ist uns wichtig, findet er doch in der deutschen Presselandschaft so wenig Beachtung. Immer wieder wird Werbung als redaktioneller Inhalt getarnt. Native Advertising wird als das nächste große Ding gelobt, dabei ist es ein Frontalangriff auf den Pressekodex in Deutschland. Ihr werdet hier keine Werbeartikel finden, die sich als redaktioneller Inhalt ausgeben.

Werbung soll als Werbung klar erkenntlich sein. Wir nehmen auch kein Geld für die Erstellung von Inhalten auf Meeple Mansion an. Unsere Glaubwürdigkeit ist uns wichtig. Wir verdienen allerdings etwas durch Affiliate-Links. Affiliate-Links sind immer mit einem Sternchen gekennzeichnet und führen zu einem Onlineshop wie Amazon. Bei einem Kauf werden wir zu einem kleinen Teil am Umsatz beteiligt. Mehr dazu, was diese Links genau sind, findet ihr hinter dem Link.

Ziffer 15 – Vergünstigungen
Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig.

Richtlinie 15.1 – Einladungen und Geschenke
Schon der Anschein, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion könne beeinträchtigt werden, ist zu vermeiden. Journalisten nehmen daher keine Einladungen oder Geschenke an, deren Wert das im gesellschaftlichen Verkehr übliche und im Rahmen der beruflichen Tätigkeit notwendige Maß übersteigt.
Die Annahme von Werbeartikeln oder sonstiger geringwertiger Gegenstände ist unbedenklich.

Recherche und Berichterstattung dürfen durch die Annahme von Geschenken, Einladungen oder Rabatten nicht beeinflusst, behindert oder gar verhindert werden. Verlage und Journalisten bestehen darauf, dass Informationen unabhängig von der Annahme eines Geschenks oder einer Einladung gegeben werden.
Wenn Journalisten über Pressereisen berichten, zu denen sie eingeladen wurden, machen sie diese Finanzierung kenntlich.

Pressekodex

Vor allem im anglophonen Raum ist es üblich, Geld für die Erstellung eines Vorstellungsvideos oder Testberichtes anzunehmen, also Content gegen Bezahlung zu erstellen und anzubieten. Darauf wird zwar immer hingewiesen, bedenklich ist dieses Vorgehen in meinen Augen aber trotzdem. Wie soll man unabhängig über etwas Berichten, wenn man vom Hersteller dafür bezahlt wird, eben genau diesen Bericht zu erstellen? Und was passiert, wenn das Ergebnis negativ ausfällt? Dann wird man unter Umständen beim nächsten Mal nicht gefragt. Hier entstehen Abhängigkeiten, die es nicht geben sollte.

Die obige Sektion des Pressekodex wird sich wohl nicht direkt auf solche Fälle beziehen. Es dürfte trotzdem die bessere Wahl sein, erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen und eine ganz klare Linie zu ziehen. Sollte irgendwann einmal ein Unternehmen Interesse daran haben, uns zu irgendetwas einzuladen, werden wir jegliche Kostenerstattung für Anfahrt oder ähnliches deutlich kenntlich machen. Wenn wir Testexemplare oder ähnliches erhalten, werden wir diese auf unserer Credits-Seite aufführen.

Solltet ihr doch einmal den Eindruck haben, dass etwas unklar ist, zögert nicht, uns zu kontaktieren.

Datenschutz

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Datenschutz. Meeple Mansion möchte gerne einige Daten über die Nutzung der Website sammeln, ermöglicht den Nutzern allerdings, dieses durch ein Ablehnen der entsprechenden Cookies zu unterbinden. Momentan setzen wir dafür Google Analytics und AdSense ein.

Das Erheben von Daten und das Setzen von Cookies sind für uns wichtig, um den Erfolg von Artikeln einschätzen zu können, passende Werbung zu schalten oder einfach, um die Benutzerfreundlichkeit der Website zu erhöhen.

Dabei ist es nicht ganz einfach, das richtige Maß zu finden. Auf der einen Seite stehen Benutzerfreundlichkeit und ja, auch wirtschaftliche Interessen. Ohne Geld geht es am Ende leider nicht ganz. Und selbst so ein kleiner Blog ist meist mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick sieht. Auf der anderen Seite der Datenschutz und das Interesse der Nutzer, möglichst wenig Daten im Internet zu hinterlassen.

Dadurch, dass die Nutzer Cookies explizit zustimmen müssen und auch einzelne Cookies ablehnen können, die beispielsweise Marketingdaten sammeln, haben wir in unseren Augen einen guten Weg gefunden. Nur wenn Cookies für die Funktionalität der Webseite notwendig sind, werden sie automatisch gesetzt.

Mehr zu diesem Thema findet sich auch auf unserer Cookie-Seite.

Wenn Daten gesammelt werden, wie beispielsweise vom Statistik-Tool Google Analytics, dann werden diese anonymisiert und möglichst kurz gespeichert. Externe Inhalte können, wie beispielsweise Facebook-Posts oder Instagram-Photos, werden zunächst auch blockiert und können vom Nutzer einzeln oder komplett freigeschaltet werden.

Mehr zu diesem Thema findet sich auch in unserer Datenschutzerklärung.

Umgangsformen

Die nächsten Zeilen beschreiben, wie wir auf Meeple Mansion miteinander umgehen wollen. Wir versuchen, alle Verstöße zu ahnden, können aber nicht garantieren, dass wir alle sofort bemerken. Unsere Regeln zu Umgangsformen sind auch Teil der Nutzungsbestimmungen. Wer sich nicht daran hält, verstößt gegen diese und muss damit rechnen, verwarnt zu werden und riskiert unter anderem auch die dauerhafte Sperrung des Accounts.

Safe Space

Meeple Mansion soll ein Safe Space sein. Das heißt, dass jeder und jede in all seiner/ihrer Vielfalt willkommen ist. Wir spielen zusammen und Unterschiede wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung etc. spielen keine Rolle.

Hinter dem Konzept der Safe Spaces steht die Idee, eine inklusive Umgebung, frei von diskriminierenden Äußerungen, zu schaffen. Dies soll insbesondere marginalisierte Gruppen schützen, damit sie sich willkommen und sicher […] fühlen, egal welche Identität oder welchen Hintergrund sie haben.

Taz

Menschen, die diesen sicheren Ort gefährden, durch jedwede diskriminierende Äußerungen, sind auf Meeple Mansion nicht willkommen. Dazu gehören selbstverständlich auch Dinge wie Inhalte zu veröffentlichen, die beleidigend, rassistisch, diskriminierend, sexistisch, misogyn sind oder pornographische Elemente aufweisen gegenüber anderen Nutzer:innen und der All­gemeinheit.

Netiquette

Im Folgenden unsere Netiquette für den Umgang miteinander auf Meeple Mansion und unseren Seiten auf Twitter, Facebook und Instagram:

  1. Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt, der deine Texte liest. Stell dir diesen Menschen vor, und überlege, ob das, was du zu schreiben hast, auch wirklich für ihn lesenswert ist.
  2. Verstecke dich nicht hinter der Anonymität, benutze nach Möglichkeit deinen Klarnamen und schreibe nichts, womit du dich nicht auch identifizieren kannst. Oder anders herum: Wenn du das Gefühl hast, dich lieber in der Anonymität verbergen zu wollen, solltest du den Kommentar, der  dich “in den Fingern juckt” vielleicht sowieso lieber bleiben lassen.
  3. Bedenke, dass sich das “Du” als landläufige Anrede im deutschsprachigen Netz durchgesetzt hat und ärgere dich nicht, wenn du nicht “gesiezt” wirst.
  4. Überlege, bevor du schreibst – und lies das Geschriebene noch einmal, bevor du auf “Senden” drückst. Denn gesagt ist gesagt, und gesendet ist gesendet, zurückholen ist fast unmöglich. Achte auch auf Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck – auch wenn es “nur” digitale Kommunikation ist, denn Fehler nerven, wenn man beim Lesen “über sie stolpert”.
  5. Benutze keine Schimpfworte – das Internet ist zwar ein virtueller Raum, aber dennoch das reale Leben, und da soll es bitte höflich und respektvoll in der zwischenmenschlichen Kommunikation zugehen.
  6. Bedenke, dass geschriebene Worte keine Gestik und Mimik transportieren. Also:
    • drücke dich entweder eindeutig aus
    • oder nutze “Emoticons” wie z.B. einen “Zwinker-Smiley” (hier eine Übersicht).
    • Übertreibe es aber nicht mit der “Emotisierung”! Sie sind eher für den persönlichen Chat mit der besten Freundin gedacht, bei jeglicher Form von allgemeiner Kommunikation sollte man aber das geschriebene Wort vorziehen.
  7. Sei vorsichtig bei ironischen Bemerkungen – zu leicht entstehen hier Missverständnisse, denn wie bereits ausgeführt ist es schwer, geschriebenem Text eine bestimmte Intention mit auf den Weg zu geben.
  8. Nutze nicht zu viele Abkürzungen. Du weißt nicht, ob dein Gesprächspartner alle versteht (die gängigsten Abkürzungen findest du hier).
  9. Wenn dir jemand “blöd kommt”: nicht alles bis zum letzten digital ausdiskutieren, sondern entweder “Gras darüber wachsen lassen” oder in einem persönlichen Gespräch klären. Bedenke, dass u. U. nicht die gesamte Netzgemeinde eine persönliche Auseinandersetzung mitverfolgen möchte.
  10. Wenn du etwas zitierst, mache das kenntlich und verweise auf den Urheber. Es ziemt sich nicht, sich mit fremden Federn zu schmücken!  

Gleichberechtigung

Noch ein kleiner Absatz zum Thema Gleichberechtigung von Personen unterschiedlichen Geschlechts. Wir haben lange überlegt, wie wir unsere Leser:innen am besten ansprechen. Es wäre schön, wenn sich die meisten Bezeichnungen wie im Englischen auf Männer, Frauen und nicht-binäre Personen beziehen. Tun sie aber leider nicht.

Wir möchten aber natürlich alle ansprechen, nicht nur ein Geschlecht, und das durch unsere Sprache auch deutlich machen. Denn einfach das generische Maskulinum zu verwenden, mit dem Hinweis, dass dies für alle gelte, ist in unseren Augen keine echte Gleichberechtigung. Immer noch gilt der Mann in vielen Bereichen als Normalfall, während die Frau oder Personen, die sich nicht einer binären Zuordnung unterwerfen möchten, eine Art Sonderform darstellen.

Soweit möglich, werden wir deswegen, wenn wir über Spieler:innen schreiben, immer die inklusive Form mit Sternchen wählen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt. Wir erwarten auch von unseren Leser:innen einen fairen Umgang mit allen Geschlechtern.

Habt ihr Anmerkungen, Kritik oder Ideen zu unseren Überlegungen? Kontaktiert uns gerne jederzeit.

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