Hello Board Game World!

Meeple Mansion stellt sich vor

Noch ein Blog über Gesellschaftsspiele? Oh ja! Über Spiele und Spielen an sich kann man nie genug sprechen und schreiben. Für uns sind Spiele Kunst, Lernmittel, Vehikel des Lustgewinns und Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft.

Nicht umsonst sind Spielen und das spielerische Lernen so weit verbreitet. Nicht nur unter Menschen, sondern in der Tierwelt allgemein. Ohne Spiele würde unsere Welt, so wie wir sie kennen, nicht existieren.

Brett­spiele sind erfolgreich

Jeder kennt das Spiel Die Siedler von Catan. Na gut, vielleicht nicht jeder jeder, aber zumindest die meisten. Der 1995 erschienene Titel von Klaus Teuber hat die German-style boardgames bzw. Eurogames international bekannt gemacht. Eurogames sind Spiele, die nicht auf einen direkten Konflikt setzen, sondern strategisches Denken erfordern. Es geht um Aufbau, Planung und ein größtenteils friedliches Miteinander. Diese Spiele stehen damit im Gegensatz zu den eher glückslastigen thematischen Spielen (Amerigames), von denen Monopoly wohl das bekannteste sein dürfte. Hier stehen der direkte Konflikt, ein hoher Glücksanteil und Spielereliminierung im Vordergrund.

Spieler: 3-4
Dauer: 45-90 Min.
Alter: 10+
Level: Einsteiger - Kenner
Die Siedler von Catan ist ein Klassiker unter den Eurogames und hat das Genre international bekannt und beliebt gemacht. Es ist Spiel des Jahres 1995.

Eurogames sind nicht inhärent besser als Amerigames, es sind verschiedene Enden eines Spektrums und jeder spielt das, was ihr/ihm am besten gefällt. Trotzdem ist das Erstarken der Eurogames (auch international) eine wichtige Voraussetzung, um den aktuellen Erfolg von Brettspielen erklären zu können. Denn Eurogames sind häufig deutlich familienfreundlicher. Nicht jeder möchte als Krieger*in in die Schlacht ziehen und Monster zur Strecke bringen. Eine schöne Siedlung aufzubauen, dazu kann man Einsteiger wohl leichter überreden. Also Gemeinschaft > Kapitalismus?

Grüne Meeple
Die Holzfiguren in Spielen werden häufig “Meeple” genannt. Deswegen auch Meeple Mansion.

Das erklärt allerdings alleine noch nicht, wieso gerade in den letzten fünf bis zehn Jahren ein regelrechter Boom im Bereich der Gesellschaftsspiele eingesetzt hat. Um ganze acht Prozent ist der Umsatz in Deutschland in 2019 im Bereich der Gesellschaftsspiele auf 550 Millionen Euro gewachsen. Woran liegt das?

Die-Siedler-von-Catan-Boxcover
Die-Siedler-von-Catan-Boxcover
  • Neben dem Spiel Die Siedler von Catan gibt es natürlich noch eine größere Zahl an Titeln, die für viele einen guten Einstieg in die analoge Welt der Spiele darstellen (sogenannte Gateway-Spiele). Dazu gehört auch Magic: The Gathering, das sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit erfreut.
  • Viele der Menschen, die in den späten 90ern mit Catan aufgewachsen sind, sind mittlerweile selbst Eltern und spielen auch mit ihren Kindern, die wiederum selber zu Spieler*innen werden können.
  • Spiele wie Catan und Zug um Zug haben in den späten 2000ern einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie so erfolgreich waren, dass sie auch einem größeren Publikum bekannt wurden.
  • Auch Kickstarter hat sicherlich eine große Rolle gespielt. Durch die Crowdfunding-Plattform sind Spiele entstanden, die weit über das hinausgingen, was viele Titel bis dahin boten. Es war den (neuen) Verlagen möglich, vor allem bei der Produktqualität und Gestaltung neue Maßstäbe zu setzen. So kamen Brettspiele etwas raus aus ihrer Nischenecke der nerdigen Hobbys. Spiele auf Kickstarter haben einen gewissen “Coolness”-Faktor, der Spielen vorher häufig abging und der mittlerweile auch in immer mehr Brettspielen zu finden ist, die nicht über Kickstarter finanziert wurden.
  • Spielen ist aber nicht nur gesellschaftlich besser akzeptiert als noch im letzten Jahrtausend, die Brettspiel-Community ist prinzipiell eine sehr offene und tolerante. Es gibt natürlich immer negative Ausnahmen, aber prinzipiell wird es Interessiert*innen leicht gemacht, in die Welt der Brettspiele einzusteigen und neue Freundschaften zu schließen. Dabei hilft, dass auch viele Frauen Spaß am Spielen haben, und es kein männerdominierter Bereich ist.
  • Moderne Technologie ist mittlerweile allgegenwärtig. Man hat den Computer immer in seiner Hosentasche dabei und kann überall digital Spielen. Brettspiele sind einfach eine erfrischende analoge Abwechslung zum Zocken am Handy, der Konsole oder dem PC.
  • Dazu kommt natürlich, und das dürfte für viele auch der wichtigste Punkt sein, der soziale Aspekt. Klar, man kann Videospiele auch gemeinsam spielen. Aber wirklich zusammen sitzt man eigentlich nur, wenn man ein analoges Spiel spielt. Das soll keine Abwertung von Videospielen sind. Aber man darf nicht vergessen, dass es unterschiedliche Medien sind, die unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund stellen. Brettspiele und Brettspieltreffen sind eine wunderbare Gelegenheit für eher introvertierte Menschen, ihr Haus zu verlassen und in spaßiger Runde neue Menschen kennenzulernen.

Weiterlesen:

Spielen ist sinnvoll

Wieso spielt der Mensch? Ist es ein einfacher Zeitvertreib oder steckt doch mehr dahinter? Wir sind der Meinung, es steckt wesentlich mehr dahinter.

Soziale As­pekte

Einige der wichtigsten Punkte haben wir ja im vorherigen Abschnitt bereits angesprochen. Spielen ermöglicht Interaktion mit anderen Menschen, also soziale Kontakte, und die Möglichkeit, Neues zu lernen und Konflikte spielerisch auszutragen. Spiele können helfen, Einsamkeit in den Griff zu bekommen und soziale Ängste zu überwinden – Spielen ermöglicht so neue Freundschaften.

Spielen als soziales Trai­ning

Gerne zu spielen ist keine Eigenschaft, die sich der Mensch erst in der Neuzeit angeeignet hat. Menschen spielen schon, solange es sie gibt. Das “Spiel von Ur” wurde beispielsweise vor ca. 4500 Jahren im Vorderen Orient gespielt. Richtige Würfel gab es damals noch nicht. Stattdessen wurden Gelenkknochen von Nutztieren verwendet. Auch Tiere spielen ausgieblig und hingebungsvoll. Man denke nur an den eigenen Stubentiger. Der Spieltrieb ist so stark, dass sich Tiere dabei bisweilen sogar in Gefahr begeben. Und überhaupt, wäre es nicht besser, stattdessen sinnvolleren Beschäftigungen nachzugehen, anstatt seine Zeit zu “verschwenden”?

Spielen ist eine Art Training für das Leben. Das trifft vor allem auf Jüngere zu, aber auch noch auf Erwachsene. Aber das ist nicht ganz zutreffend, denn beim Spielen werden eher selten konkrete Handlungen wie korrektes Jagen geübt. Spielen fördert viel mehr vor allem unsere soziale Kompetenz. Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen richtig? Welche Reaktion ist angemessen?

Eine Schachpartie
Spiele verbinden Generationen – schon seit tausenden Jahren

Spielen als Acht­samkeits­übung

Spielen ermöglicht aber auch das Abtauchen in eine eigene Welt. Damit ist nicht der sogenannte Eskapismus gemeint, also das Flüchten in Fantasiewelten, um der Realität zu entkommen, sondern ein konzentriertes Aufgehen im Moment. Man konzentriert sich auf das, was wichtig ist, die Mitspieler*innen und das Spiel. Andere Aspekte treten in den Hintergrund. Manche Spieler*innen sprechen auf von einem sogenannten “Flow”, ein tiefes Eintauchen in eine bestimmte Tätigkeit. Spielen als Achtsamkeitsübung sozusagen.

Spielen macht schlau

Spielen ermöglicht es den Spielenden außerdem, sich besser veränderten Bedingungen anzupassen und komplexe Zusammenhänge zu analysieren und besser zu verstehen. Denn um ein Spiel erfolgreich zu bestreiten, muss man sich mit den Regeln, Möglichkeiten, Strategien und natürlich auch mit den Mitspieler*innen intensiv auseinandersetzen. Spielt man regelmäßig, zeigt sich das auch im echten Leben. Vor allem in der heutigen Zeit ist das ein großer Vorteil.

Weitere Gründe

Spielen…

  • macht kreativer und produktiver.
  • ermöglicht ein friedliches Kräftemessen und spielerisches Konfliktlösen.
  • ermöglicht es, mit Niederlagen umgehen zu lernen.
  • bietet eine Kombination von intellektueller Herausforderung und Spaß.
  • ermöglicht eine Zusammenarbeit mit Mitspieler*innen in einem Team.
  • erlaubt es, andere Menschen und sich selbst besser kennenzulernen.
  • ermöglicht das Hineinversetzen in fiktive Charaktere und erleben von Geschichten, die so nicht in der wirklichen Welt möglich wären.

Wieso Spiele so wichtig und die vorherigen Absätze nicht übertrieben sind, lässt sich auch wunderbar in einem Artikel in der Zeitschrift GEO (Ausgabe 11/2018) nachlesen, auf dem dieser Abschnitt basiert.

Die Meeple Mansion
Die fiktive Villa Meeple Mansion, hier wird immer gespielt.

Was wir wollen

Dieser Blog beschäftigt sich hauptsächlich mit Spielen in analoger Form. Das heißt, alle Arten von Brettspielen, Kartenspielen und Würfelspielen, seien es nun typische Gesellschafts- bzw. Familienspiele, Spiele für Kenner und Experten, strategische Eurogames oder thematischere Titel aus dem anglophonen bzw. internationalen Raum. Wir werden über Games für Solisten berichten – ebenso wie über kooperative und kompetitive Produkte. Also alles, was man auf der Tischplatte, Englisch ‘Tabletop’, spielen kann. Der Fokus wird dabei hauptsächlich auf der Berichterstattung über Neuigkeiten und spannende Entwicklungen in der Spielebranche liegen. Dazu gehören der wichtige deutsche Markt, aber auch ausländische, beispielsweise englisch Titel und natürlich die Crowdfunding-Plattform Kickstarter.

Alle Spiele haben ihren Platz. Meeple Mansion versucht, allen Genres und Kategorien unvoreingenommen und neugierig entgegen zu treten. Unvoreingenommen heißt aber nicht unkritisch. Wir wollen auch auf die Schwächen der Spiele eingehen, wenn sie solche ausweisen. Zwar sind für den Anfang aus Zeitgründen keine ausführlicheren Tests geplant, es wird aber mit Sicherheit den einen oder anderen Meeple-Mansion-Review-Artikel geben. Der Fokus auf analoge Titel stellt wiederum keine Abgrenzung gegenüber oder gar Abwertung von Spielen in digitaler Form dar. Auch diese sind eine essentielle Kunstform in unserer heutigen Gesellschaft, der sich viele andere Plattformen widmen. Meeple Mansion wird dies nur am Rande tun, wenn es gut passt.

Was wir bieten

Zum aktuellen Zeitpunkt leider viel weniger, als wir gerne würden. Bei der Erstellung des Blogs ist schnell klargeworden, dass es einfach ganz schön lange dauert, Content in einer Qualität zu erstellen, die uns vorschwebt. Vor allem, wenn man mehr oder weniger alleine arbeitet. Dementsprechend gibt es auf Meeple Mansion aktuell noch deutlich weniger zu lesen, als dies hoffentlich in einigen Monaten oder Jahren der Fall sein wird.

Das bezieht sich nicht nur auf News und Berichte, sondern auch auf Ratgeber, Bestenlisten und Unterseiten. So gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Bestenliste für Kinderspiele, da ich mich in die Thematik einfach noch mehr einarbeiten muss. Auch unsere Datenbank ist momentan noch sehr klein und in der Funktionalität eingeschränkt. Das soll aber nicht heißen, dass aktuell keine spannenden Artikel und Spiele auf Meeple Mansion zu finden sind! Community-Funktionen sind ebenfalls vorhanden (Kommentarfunktion, Profilseite, Gamification etc.), allerdings ebenfalls noch etwas rudimentär.

Die Meeple-Mansion-Datenbank
Die Meeple-Mansion-Datenbank

Ziel ist es, die verschiedenen Bereiche nach und nach weiter auszubauen, falls es genug Interessierte geben sollte. So wäre es schön, wenn man Spiele bewerten und eine eigene Sammlung bzw. Logs von Sessions erstellen könnte. Die Anzahl der verfügbaren Titel wächst hoffentlich auch immer weiter an.

Auch die Community-Funktionen sollen mittelfristig erweitert werden. Inhaltlich möchten wir vor allem die Review-Sektion ausbauen und mehr News, Ratgeber und Bestenlisten anbieten können.

Mehr Informationen:

Wer wir sind

Johannes von Meeple Mansion
Johannes von Meeple Mansion

Zum aktuellen Zeitpunkt wird Meeple Mansion von mir, Johannes, als Einzelperson betrieben. Gastbeiträge kann es natürlich immer mal wieder geben und bei der Erstellung des Blogs hatte ich von vielen verschiedenen Parteien Unterstützung. Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür! 🙂

Ich bin ein spielebegeisterter Mitte-Dreißigjähriger, der schon als Kind viel gespielt hat, als Jugendlicher und junger Erwachsener hauptsächlich in virtuelle Welten abgetaucht ist und spätestens mit dem Deck-Builder Dominion seine alte Leidenschaft für den analogen Teil der Gameswelt wiederentdeckt hat.

Aktuell mache ich eine Weiterbildung zum Webentwickler und möchte mein Wissen gerne mit der Erstellung eines Blogs vertiefen. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen.

Mehr Informationen gibt es auch hier:

Was uns wichtig ist

Natürlich, das hier ist nur ein kleiner (hoffentlich aber feiner?) Blog, kein wichtiges Nachrichtenportal. Dennoch: Es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die für uns für eine verlässliche Berichterstattung unabdingbar sind. Dazu gehören die Trennung von Inhalt und Werbung ebenso wie die dazugehörige eindeutige Kennzeichnung letzterer. Affiliate-Links gibt es, diese sind aber als solche zu erkennen. Wir erstellen keinen bezahlten Content. Wenn wir Produkte von Herstellern erhalten, weisen wir in Berichten darauf hin. Falls Ihr Fragen zu bestimmten Inhalten oder dem Blog habt, wendet euch sehr gerne mit Feedback an uns.

Mehr zu unserem Selbstverständnis findet sich hier:

Was ist euch wichtig?

Zuletzt und eigentlich das Wichtigste: Wir würden gerne wissen, was Ihr von einem Blog über Brettspiele erwartet. Ihr könnt dabei verschiedene Punkte auswählen oder selbst einen Vorschlag machen.

Schreibt uns auch gerne in den Kommentaren und sagt Hallo! 🙂
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Was wünscht Ihr Euch von Meeple Mansion? Eine Mehrfachauswahl ist natürlich möglich. Ihr könnt außerdem selbst Vorschläge machen.

*Was sind diese Links?

Auf Meeple Mansion setzten wir Affiliate-Links ein. (Aktuell für Fantasywelt, Thalia und Amazon.) Diese Links führen zum jeweiligen Spiel auf der Händlerseite. Bei einem Kauf werden wir zu einem kleinen Teil am Umsatz beteiligt, ohne dass sich dabei der Preis für den Kunden erhöht.

Affiliate-Links sind Werbung, haben aber keinen Einfluss auf die redaktionelle Auswahl der Spiele oder die Berichterstattung generell. Sie helfen uns dabei, den Blog zu finanzieren.

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